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GGU-BORELOG Online: Schichtmerkmale mit eigenem Feld

Fünf Merkmale einer Schicht haben in der Schichteingabe einen eigenen Abschnitt statt einer Auswahlliste:

Abschnitt Werte Übergang möglich
Kalkgehalt kalkfrei, Stufen 1 bis 5 nein
Konsistenz / Lagerungsdichte Stufen 1 bis 5 ja
Bohrbarkeit Stufen 1 bis 5 nein
Wasserführung Stufen 1 bis 5 ja
Bodengruppe Bodengruppen nach DIN 18196 mehrere Gruppen wählbar

Bedienung der Stufen

Kalkgehalt, Konsistenz bzw. Lagerungsdichte, Bohrbarkeit und Wasserführung werden über eine Reihe von fünf Schaltflächen erfasst. Unter jeder Schaltfläche steht die Bedeutung der Stufe.

  • Ein Tippen auf eine Stufe wählt sie.
  • Ein erneutes Tippen auf die gewählte Stufe hebt die Auswahl wieder auf.
  • Je Schicht und Merkmal gibt es genau eine Angabe.

Wo ein Übergang zulässig ist, liegt zwischen zwei benachbarten Stufen eine schmale Verbindungsschaltfläche. Sie wählt den Übergang, etwa steif bis halbfest. Alternativ tippen Sie bei gewählter Stufe auf die direkt benachbarte. Übergänge sind nur zwischen benachbarten Stufen möglich.

Kalkgehalt

Kürzel Bedeutung
kf kalkfrei
k1 sehr schwach kalkhaltig
k2 schwach kalkhaltig
k3 kalkhaltig
k4 stark kalkhaltig
k5 sehr stark kalkhaltig

kalkfrei steht links neben der Skala als eigene Schaltfläche, weil es keine Stufe ist, sondern das Gegenteil davon.

Ältere Daten können das unspezifische Kürzel k (kalkig) enthalten. Es wird angezeigt und bleibt erhalten, lässt sich aber nicht neu wählen; nehmen Sie stattdessen eine der Stufen.

Konsistenz / Lagerungsdichte

Oben im Abschnitt wählen Sie, welche der beiden Angaben Sie machen:

  • Konsistenz für bindige Böden: breiig, weich, steif, halbfest, fest (Kürzel kos1 bis kos5)
  • Lagerungsdichte für nicht bindige Böden: sehr locker, locker, mitteldicht, dicht, sehr dicht (Kürzel ld1 bis ld5)

Eine Schicht trägt entweder eine Konsistenz oder eine Lagerungsdichte. Ein Wechsel zwischen beiden löscht den bisher gewählten Wert.

Bohrbarkeit

Sehr leicht, leicht, mittelschwer, schwer, sehr schwer bohrbar (Kürzel bv1 bis bv5).

Wasserführung

Sehr schwach feucht, erdfeucht, feucht, sehr feucht, nass (Kürzel wf1 bis wf5).

Die allgemeinen Angaben wasserführend (wf), wasserhaltig (w) und Schichtwasser (ws) gehören nicht zu dieser Skala. Sie wählen sie weiterhin unter Zusätze. Grundwasserstände der Bohrung erfassen Sie nicht hier, sondern im Abschnitt Grundwasserstände der Bohrungsseite.

Bodengruppe

Die Bodengruppen nach DIN 18196 stehen als Raster zur Auswahl, eine Zeile je Hauptgruppe:

Zeile Gruppen
Kies GE, GW, GI, GU, GU*, GT, GT*
Sand SE, SW, SI, SU, SU*, ST, ST*
Schluff und Ton UL, UM, UA, TL, TM, TA
Organisch OU, OT, OH, OK, HN, HZ
Sonstige F, A

Ein Tippen wählt eine Gruppe, ein weiteres Tippen hebt sie wieder auf. Sie können mehrere Gruppen wählen; sie werden durch Komma getrennt gespeichert, zum Beispiel GW,UL.

Was das Raster nicht enthält, tragen Sie in das Textfeld darunter ein. Das gilt vor allem für die geklammerte Schreibweise, mit der DIN 18196 eine vermutete statt einer bestimmten Zuordnung kennzeichnet, etwa [SU].

Verhältnis zu den Zusätzen

Bis zur Einführung der eigenen Abschnitte standen alle diese Angaben gemeinsam mit vielen anderen unter Zusätze. Für die Erfassung gilt jetzt:

Wählen Sie diese Merkmale in ihrem eigenen Abschnitt, nicht unter Zusätze. Jeder eigene Abschnitt ist für sein Merkmal maßgeblich.

Wie die Angaben gespeichert werden, unterscheidet sich je Merkmal:

Merkmal Steht in der Kürzelzeile Eigenes Feld in der GGUML-Datei
Konsistenz / Lagerungsdichte ja, bei den Zusätzen nein
Bohrbarkeit ja, bei den Zusätzen nein
Wasserführung ja, bei den Zusätzen nein
Kalkgehalt ja, bei den Zusätzen ja
Bodengruppe nein ja

Konsistenz, Bohrbarkeit, Wasserführung und Kalkgehalt landen also als Kürzel an derselben Stelle der Kürzelzeile wie die übrigen Zusätze, zum Beispiel Hu,kos3,bv2,k3. Der eigene Abschnitt ist eine bequemere Eingabe für diese Kürzel, keine zweite Ablage. GGU-CONNECT und GGU-BORELOG lesen die Angaben deshalb genauso wie früher.

Daraus folgt für ältere Daten und importierte Dateien: Steht dort ein solches Kürzel unter den Zusätzen, etwa kos3 oder bv4, erscheint es beim Öffnen der Schicht automatisch im eigenen Abschnitt und nicht mehr als Eintrag unter Zusätze. Sie müssen nichts umtragen. Enthält eine Schicht für dasselbe Merkmal mehrere Kürzel, übernimmt der Abschnitt das erste; beim nächsten Bearbeiten der Schicht bleibt nur dieses eine erhalten.

Der Kalkgehalt steht zusätzlich in einem eigenen Feld der GGUML-Datei; beide Angaben stimmen immer überein. Beim Import gilt, was vorhanden ist, und stehen beide in der Datei, das Kürzel aus der Kürzelzeile. Die Kalk-Kürzel stehen im Katalog übrigens gar nicht unter Zusätze; über die Auswahlliste dort waren sie nie zu finden.

Die Bodengruppe gehört nicht zur Kürzelzeile, sondern ist ein eigenes Feld der Schicht. Der Katalog führt unter Zusätze zwar ebenfalls Einträge zu Bodengruppen, teils mehrfach für dieselbe Gruppe; erfassen Sie die Bodengruppe trotzdem im Abschnitt Bodengruppe.