GGU-FOOTING: Menüeinträge "Fundament" und "Fundamente"¶
Je nach Berechnungsmodus und gewähltem Sicherheitskonzept erhalten Sie über diesen Menüeintrag eine modifizierte Dialogbox zur Eingabe der Fundamentgrößen und/oder Belastungen (siehe auch Beispielberechnungen, Abschnitte “Fundamente definieren (Beispiel 1)”, etc.).
Im Berechnungsmodus "Rechteckfundament" und dem Teilsicherheitskonzept erhalten Sie die folgende Dialogbox:

Sie geben die Fundamentgröße und die Fundamentbelastung ein. Nach dem Teilsicherheitskonzept können Sie für ständige und veränderliche Lasten (Verkehrslasten) unterschiedliche Belastungen eingeben. Anstelle des Fundamentdiagramms, das Sie im Berechnungsmodus "Mehrere Fundamente" erhalten, wird für ein Einzelfundament (Rechteck oder Kreis/Kreisring) eine Grundrissdarstellung u.a. mit den Belastungsgrößen eingeblendet.
Beim Nachweis des Gleitwiderstandes eines Einzelfundamentes (Rechteck oder Kreis/Kreisring) wird der Reibungswinkel des Bodens verwendet, der in der Gründungssohle ansteht. Mit dem Schalter "Gleitwiderstand mit eigenem Winkel" kann ein beliebiger eigener Winkel angesetzt werden. Das kann z.B. sinnvoll sein, wenn unterhalb der Gründungssohle Böden mit geringerem Reibungswinkel anstehen.
Steht die Stütze nicht mittig auf dem Fundament, geben Sie ihren Versatz von der Fundamentmitte unter "Exz. Vertikalkraft" (ex, ey) ein (ab Version 11.0). Das Programm bildet daraus die Zusatzmomente My = V · ex und Mx = -V · ey. Sie sind an die eingegebene Vertikalkraft V gekoppelt und kommen zu den separat eingegebenen Momenten hinzu. Beim Teilsicherheitskonzept gilt das getrennt für den ständigen und den veränderlichen Anteil von V. Der Knopf "?" neben der Eingabe zeigt die Formeln.
Das automatisch ermittelte Eigengewicht des Fundaments wirkt dabei stets zentrisch; versetzt wird nur V (ab Version 11.4, davor wurde das Eigengewicht mit versetzt). Wird das Eigengewicht nicht automatisch ermittelt und ist es in der eingegebenen Vertikalkraft enthalten, etwa bei Werten aus dem Sohldrucknachweis einer statischen Berechnung, wirkt die Exzentrizität auf diese gesamte Vertikalkraft.
Das Programm GGU-FOOTING kann auch Drehfedersteifigkeiten von Fundamenten berechnen. Bei der Gründung von Windkraftanlagen werden häufig Kreis- oder Kreisringfundamente eingesetzt. In der vorliegenden Programmversion können Sie im Menüeintrag "Bearbeiten / System einstellen" ein Kreis-/Kreisringfundament auswählen. Sie erhalten dann unter diesem Menüeintrag eine entsprechend modifizierte Dialogbox zur Definition des Fundaments (siehe “Fundament definieren (Beispiel 3)”).
In alten Programmversionen konnten für die Bestimmung der Drehfedersteifigkeiten bei einem Rechteckfundament über den Knopf "Äquivalente Breite aus Kreis / Kreisring" die Kreis- bzw. Kreisringdaten in ein Quadratfundament umgerechnet werden (siehe obige Dialogbox).