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GGU-RETAIN: Menüeintrag "bemessen"

Nach der Berechnung des aktuell eingegebenen Systems können Sie direkt die Bemessung der Verbauwand anschließen (siehe Menüeintrag "System / berechnen"). Des Weiteren können Sie über diesen Menüeintrag auch eine nachträgliche Bemessung für ein anderes Profil als das in der Berechnung gewählte veranlassen.

Je nach Art des Verbaus reagiert das Programm unterschiedlich. Bei Trägerbohlwänden erscheint z.B. folgende Dialogbox:

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Wenn Sie das optimale Profil vom Programm suchen lassen möchten, wählen Sie den oberen Auswahlschalter und erhalten die folgende Dialogbox:

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Das Ergebnis der Suche wird in einer weiteren Dialogbox angezeigt. Wenn Sie das vom Programm vorgeschlagene, optimale Profil übernehmen möchten, klicken Sie auf "OK".

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Danach werden die Bemessungsergebnisse in einer Infobox dargestellt. Wenn Sie den vorgeschlagenen optimalen Bohlträger gewählt hatten, sollten Sie die Bohlträgerbreite entsprechend des gewählten Profils über den Knopf "übernehmen" in Ihrem System anpassen lassen. Eine anschließende Neuberechnung wird empfohlen. Bei Trägerbohlwänden können Sie im Anschluss noch die Ausfachung bemessen.

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Dazu sucht sich das Programm die maximale aktive Erddruckordinate max eah, ermittelt das maximale Moment für die Ausfachung aus

(max eah) · Bohlträgerabstand² / 8

und berechnet mit der zulässigen Spannung die erforderliche Dicke der Ausfachungselemente. Alternativ zur Holzausfachung kann auch eine Ausfachung aus Beton bemessen werden.

Eine unbewehrte Beton- bzw. Spritzbetonausfachung (Trägerbohlwand, aufgelöste Wand, Steckträger) und die unbewehrten Pfähle einer Bohrpfahlwand weist das Programm über ein Druckgewölbe innerhalb der Ausfachung nach (Weißenbach). Als Stich des Gewölbes wird f = 0,5 · Ausfachungsdicke angesetzt (bei der Bohrpfahlwand 0,5 · Überschnitthöhe). Die Druckspannung im Gewölbe ergibt sich zu

σd = 0,5 · eh,d · (a/d)²

mit a = Achsabstand der Träger bzw. Pfähle und d = Ausfachungsdicke bzw. Überschnitthöhe. Damit die Herleitung nachvollziehbar ist, geben ab Version 13.18 Ergebnis-Infobox, Druckprotokoll und Legende nach der Zeile "Dicke Druckgewölbe" zusätzlich den Achsabstand a, den angesetzten Stich f und die Formel aus.

Nach der Bemessung werden Sie in einer Infobox über die Ergebnisse der Nachweisführung informiert und erhalten die wesentlichen Angaben, die der Bemessung zugrunde lagen. Nach Bestätigen mit "OK" werden die Zustandsgrößen und das System auf dem Bildschirm dargestellt.

Beiwert kf bei Bohrpfahlwänden und Aufgelösten Wänden (ab Version 13.16)

Nach DIN EN 1992-1-1, 2.4.2.5 (2) ist der Teilsicherheitsbeiwert γc bei Ortbeton-Bohrpfählen mit wiedergewonnener Verrohrung gegebenenfalls mit einem Beiwert kf zu multiplizieren. Den Beiwert geben Sie in der Bemessungs-Dialogbox unter "Teilsicherheiten Materialien" im Feld "kf" direkt unter "γ (Beton)" ein. Vorgabe ist kf = 1,0, kleinere Werte sind nicht zulässig. Das entspricht der deutschen Regelung nach DIN EN 1992-1-1/NA (siehe auch EAB, Tab. 7.3) für Bohrpfähle, die nach DIN EN 1536 hergestellt werden; sonst gilt dort kf = 1,1. Bei Schlitzwänden gibt es das Feld nicht, weil die Norm den Beiwert nur für Ortbeton-Bohrpfähle vorsieht; die Bemessung rechnet dort mit γc allein.

Das Programm rechnet mit γc · kf: Der Bemessungswert der Betondruckfestigkeit ergibt sich zu fcd = αcc · fck / (γc · kf), und auch CRd,c und vmin für die Querkrafttragfähigkeit ohne Schubbewehrung werden mit γc · kf ermittelt. Ist kf ≠ 1,0, wird der Wert in der Bestätigungsabfrage vor der Bemessung und in der Legende genannt.

In früheren Programmversionen ohne dieses Feld konnten Sie kf > 1,0 berücksichtigen, indem Sie für "γ (Beton)" den Wert γc · kf eingeben, z. B. 1,65 für γc = 1,50 und kf = 1,1. Beide Wege liefern dieselben Ergebnisse.

Dialog “Bemessung EC 3”

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Für U-Bohlen gibt es die Möglichkeit, die in DIN EN 1993-5/NA angegebenen Abminderungsfaktoren βB und βD über die Steuerelemente unter “nur für U-Bohlen” anwenden zu lassen. Die Werte werden automatisch berücksichtigt und werden beim Ausdruck zusätzlich angegeben.