Handbücher

GGU-CONNECT - QGIS Plugin

GGU-CONNECT QGIS Plugin

Das GGU QGIS Plugin verbindet QGIS mit GGU-CONNECT und ermoeglicht es, geotechnische Daten direkt in QGIS zu visualisieren und zu bearbeiten. Das Plugin ist ein schlanker UI-Wrapper um die GGU-CONNECT CLI -- die gesamte Business-Logik verbleibt in GGU-CONNECT.

Voraussetzung fuer die Nutzung ist eine eingerichtete PostGIS-Datenbank mit den QGIS-Views. Die Einrichtung ist auf der uebergeordneten Seite GGU-CONNECT - Integration mit QGIS beschrieben.

Funktionsuebersicht

Das Plugin stellt eine Werkzeugleiste mit drei Schaltflaechen bereit:

Schaltflaeche

Funktion

In GGU-STRATIG oeffnen

Ausgewaehlte Bohrungen in GGU-STRATIG anzeigen

Bohrung erzeugen

Neue Bohrungen/Sondierungen aus Planungspunkten anlegen

Einstellungen

Plugin-Konfiguration (CLI-Pfad, Datenbankprofil, Projekt)


Voraussetzungen

Komponente

Anforderung

QGIS

Version 3.28 oder hoeher

GGU-CONNECT CLI

Installiert und konfiguriert

GGU-STRATIG

Fuer die Bohrungsanzeige (Funktion 1)

Datenbank

PostgreSQL mit PostGIS und QGIS-Views (siehe uebergeordnete Seite)


Installation

Variante 1: ZIP-Datei (empfohlen)

  1. Die Datei GGU-QGIS-Plugin.zip befindet sich im GGU-CONNECT Installationsverzeichnis unter misc\

  2. In QGIS: Sketcher > Sketcher verwalten und installieren > Sketcher aus ZIP-Datei installieren

  3. ZIP-Datei auswaehlen und installieren

  4. Das Plugin GGU QGIS Tools in der Plugin-Liste aktivieren

Variante 2: Manuelle Installation

Den Ordner ggu-qgis-plugin in das QGIS-Plugin-Verzeichnis kopieren:

%APPDATA%\QGIS\QGIS3\profiles\default\python\plugins\

Anschliessend QGIS neu starten und das Plugin aktivieren.


Einrichtung

Nach der Installation muss das Plugin einmalig konfiguriert werden. Dazu die Schaltflaeche Einstellungen in der GGU-Werkzeugleiste klicken.

CLI-Pfad

Pfad zur GGU-CONNECT CLI-Executable (GGU.Apps.ConnectCLI.exe) festlegen. Mit Durchsuchen kann die Datei ausgewaehlt werden.

Ueber die Schaltflaeche Verbindung testen wird geprueft, ob die CLI erreichbar ist und korrekt antwortet.

Datenbankprofil

Die CLI liest die konfigurierten Datenbankprofile automatisch aus der GGU-CONNECT-Appsettings.xml. Ueber Profile aktualisieren werden die verfuegbaren Profile in die Auswahlliste geladen.

Ein Profil auswaehlen, das fuer die QGIS-Integration verwendet werden soll.

Projekt

Nach Auswahl eines Datenbankprofils koennen die verfuegbaren Projekte geladen werden. Das gewaehlte Projekt wird als Standard fuer neue Bohrungen verwendet.

Die Anzeige zeigt Projektnummer und Projektname: z.B. 2024-001 - Baugrunderkundung Musterstadt


Funktion 1: Bohrungen in GGU-STRATIG oeffnen

Mit dieser Funktion koennen bestehende Bohrungen aus der GGU-CONNECT-Datenbank direkt in GGU-STRATIG zur Detailansicht geoeffnet werden.

Vorgehensweise

  1. Den Layer vw_qgis_borehole_summary in QGIS laden (PostGIS-Verbindung)

  2. Eine oder mehrere Bohrungen auf der Karte selektieren

  3. Die Schaltflaeche In GGU-STRATIG oeffnen klicken

  4. Die CLI exportiert die Bohrungen und startet GGU-STRATIG automatisch

Voraussetzungen fuer den Layer

Der Layer muss folgendes Attribut enthalten:

Attribut

Beschreibung

LocationID

GUID der Bohrung (Pflichtfeld)

Das Plugin erkennt verschiedene Schreibweisen: LocationID, locationid, location_id, borehole_location_id.

Mehrfachselektion

Es koennen mehrere Bohrungen gleichzeitig selektiert werden. GGU-STRATIG zeigt dann alle ausgewaehlten Bohrprofile an.


Funktion 2: Neue Bohrungen / Sondierungen erzeugen

Mit dieser Funktion koennen aus beliebigen Planungspunkten in QGIS neue Aufschluesse in der GGU-CONNECT-Datenbank erzeugt werden.

Unterstuetzte Aufschlussarten

Typ

Beschreibung

Bohrung

Kernbohrung (Standard)

Drucksondierung (CPT)

Cone Penetration Test

Rammsondierung (DPT)

Dynamic Probing Test

Vorgehensweise

  1. Einen beliebigen Punkt-Layer in QGIS laden (z.B. geplante Bohrpunkte)

  2. Einen oder mehrere Punkte selektieren

  3. Die Schaltflaeche Bohrung erzeugen klicken

  4. Im Dialog die gewuenschte Aufschlussart waehlen (Bohrung / CPT / DPT)

  5. Das Plugin uebertraegt Koordinaten und Namen an die CLI

  6. Die CLI erzeugt die Aufschluesse in der GGU-CONNECT-Datenbank

Uebernommene Attribute

Das Plugin liest folgende Attribute aus den selektierten Punkten:

Attribut

Beschreibung

Pflicht

X/Y-Koordinaten

Aus der Punkt-Geometrie

Ja

Z-Koordinate

Aus der Punkt-Geometrie (3D) oder Attribut

Nein

Name

Aus Attribut name, Name, BoreholeName o.ae.

Nein

Das Koordinatenreferenzsystem (CRS) wird automatisch aus dem QGIS-Layer uebernommen (EPSG-Code).


Fehlerbehebung

CLI-Verbindungstest schlaegt fehl

  • Pruefen, ob der Pfad zur GGU.Apps.ConnectCLI.exe korrekt ist

  • Pruefen, ob die CLI ueber die Kommandozeile manuell aufrufbar ist

Keine Datenbankprofile verfuegbar

  • GGU-CONNECT muss einmal regulaer gestartet und eine Datenbankverbindung eingerichtet worden sein

  • Die CLI liest die Profile aus GGU-CONNECT-Appsettings.xml im AppData-Verzeichnis

Bohrungen werden in STRATIG nicht geoeffnet

  • Pruefen, ob GGU-STRATIG installiert ist

  • Pruefen, ob der selektierte Layer das Attribut LocationID enthaelt

Log-Datei

Das Plugin protokolliert alle CLI-Aufrufe in:

%TEMP%\ggu-qgis-plugin.log

Diese Datei enthaelt die vollstaendigen CLI-Befehle, Rueckgabecodes und Ausgaben zur Fehleranalyse.


Hinweise

  • Aenderungen an der Datenbank (z.B. neue Bohrungen) erfordern ein manuelles Layer-Refresh in QGIS

  • Das Koordinatenreferenzsystem wird bei der Bohrungserzeugung automatisch uebernommen

  • Die verfuegbaren PostGIS-Views und deren Spalten sind auf der uebergeordneten Seite dokumentiert